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Produkte und Projekte

Mayer-Schönberger: Delete

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Viktor Mayer-Schönberger: Delete – Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten

Übersetzung: Andrea Kamphuis

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Die Urzeit (2010)

Projekttyp: Buch
Beteiligung: Andrea Kamphuis, Stephan Matthiesen
Erscheinungsdatum: 20.10.2010

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Die Urzeit. Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2500 Farbfotografien und Grafiken

Mitübersetzer: Andrea Kamphuis (270 von 512 Seiten), Stephan Matthiesen (92 von 512 Seiten)

Dorling Kindersley, 2010, ISBN 978-3-8310-1728-7

Kommentar von Andrea Kamphuis

Auch wenn ich nach über 255 Arbeitsstunden heilfroh war, endlich mit dem Quartär abgeschlossen zu haben, muss ich sagen: ein tolles Buch. Ich habe den Mittelteil übersetzt, angefangen mit dem Perm. Für jede erdgeschichtliche Periode wird zunächst ein Überblick über die Lage der Kontinente und das Klima gegeben; anschließend werden die Pflanzen, die wirbellosen Tiere und die Wirbeltiere der Periode porträtiert.

Für Kinder sind wahrscheinlich die Dinosaurier mit ihren Größenrekorden und ihrem drachenartigen Aussehen unübertrefflich interessant, aber mich haben auch die unscheinbareren Fossilien fasziniert. Beispielsweise konnte ich die Entwicklung der Ammoniten über etliche Jahrmillionen nachvollziehen. Das Bildmaterial ist einzigartig und wurde zum Teil eigens für diesen Band in den großen naturhistorischen Sammlungen wie dem Senckenberg-Museum in Frankfurt fotografiert.

Kommentar von Stephan Matthiesen

Zugegeben: Von den an sich spannenden Dinosauriern hatte ich leider nur den mühsamsten Teil, die Liste der 800 bekannten Dinosauriergattungen im Anhang, abbekommen. Andererseits leisteten mir die in meinem Garten heimischen Dinosaurier ein wenig Gesellschaft bei der Arbeit und schauten oft zum Fenster herein. Ob diese Theropoden, die zur Gruppe der Maniraptoren gehören, Interesse an ihren ausgestorbenen Verwandten hatten oder eher am ausgelegten Futter? Ich freute mich jedenfalls, dass die heutigen Dinosaurier, oft als Vögel bezeichnet, generell ein wenig kleiner ausfallen als manche ihrer Nicht-Vogel-Dinosaurier-Vorfahren.

Übersetzt habe ich zum einen den ersten Abschnitt über die frühe Erde. Neben den Grundlagen der Geologie erläutert er ausführlich den Fossilisationsprozess und zeigt, welche Informationen man aus Fossilien gewinnen kann. Solche methodischen Kapitel halte ich für sehr wichtig, da ansonsten schwer nachzuvollziehen ist, wie man von ein paar zerbrochenen Knochen zu den wunderbar farbigen Lebensrekonstruktionen ausgestorbener Lebewesen kommt.

Mein zweiter großer Bereich war die Evolution des Menschen. Auch hier glänzt das Buch wieder durch eine übersichtliche und anschauliche Darstellung eines komplexen Themenbereiches, die auch sehr aktuelle Forschungen mit berücksichtigt und auf noch laufende Debatten in der Wissenschaft hinweist. Dabei wird auch die kulturelle Entwicklung der Homininen (d. h. der Linie unserer Vorfahren nach Trennung von der Schimpansen-Linie) deutlich, wobei ich mir zuweilen mehr Rekonstruktionsgrafiken gewünscht hätte. Dafür liefert das Buch etwas viel Wichtigeres, denn es erläutert unter Hinweis auf relevante Forschungen, wie man Einblicke in die Lebensweise unserer Vorfahren erhält: So ähnelt die Verteilung von Knochenbrüchen bei Neandertalern denjenigen heutiger Rodeoreiter, was andeutet, dass sie regelmäßig größeren Tieren sehr nahe kamen.

Kurzbeschreibung (Verlagstext)

Dieser großformatige Band fasst unser gesamtes Wissen über das Leben der Urzeit zusammen und besticht durch über 2500 faszinierende Bilder in außergewöhnlicher Qualität und informative wie spannende Fachbeiträge hochkarätiger Autoren. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dr. Volker Mosbrugger, Direktor Naturmuseum der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft.

Inhalt

  • Frühe Erde
    • Erforschung der Erdgeschichte
    • Die Entstehung der Erde
    • Erste 500 Millionen Jahre
    • Plattentektonik
    • Klimaänderungen
    • Leben und Evolution
    • Systematik
    • Massenaussterben
    • Fossilienarten
    • Informationen aus Fossilien
    • Wichtige Fundstellen
    • Die geologische Zeitskala
  • Leben auf der Erde
    • Archaikum
    • Proterozoikum
    • Kambrium
    • Ordovizium
    • Silur
    • Devon
    • Karbon
    • Perm
    • Trias
    • Jura
    • Kreide
    • Paläogen
    • Neogen
    • Quartär
  • Aufstieg der Menschen
    • Verwandte der Menschen
    • Vorfahren des Menschen
    • Out of Africa
    • Jäger-Sammler in Europa
    • Paläolithische Höhlenkunst
    • Nach dem Eis
  • Glossar, Dinosaurierliste, Register

 

Bruce Hood: übernatürlich? natürlich! (2010)

Projekttyp: Buch
Beteiligung: Stephan Matthiesen
Rolle: Übersetzer (Stephan Matthiesen)
Erscheinungsdatum: 11.10.2010

Bruce Hood: übernatürlich? natürlich!: Warum wir an das Unglaubliche glauben

Übersetzer: Stephan Matthiesen

Spektrum Akademischer Verlag, 2010, 545 Seiten, ISBN 978-3-827425430

Kurzbeschreibung (Verlagstext)

Die Wissenschaft vom (Aber-)Glauben

Heutzutage trennen wir die Welt oft in eine Sphäre des Natürlichen und eine des Übernatürlichen. Unsere fünf Sinne erlauben uns, die natürliche Welt wahrzunehmen und zu verstehen, doch diese Sinne – das Sehen, das Riechen, das Schmecken, das Fühlen und das Hören – erklären nicht unseren Sinn für das Übernatürliche. In Natürlich übernatürlich beleuchtet Bruce Hood, auf welche Weise wir Menschen das Übernatürliche begreifen, und liefert uns einen fundierten Einblick in die Gründe, warum wir (an) das Unglaubliche glauben.

Die Mehrheit der Weltbevölkerung ist religiös oder glaubt an übernatürliche Phänomene. In den USA glauben neun von zehn Erwachsenen an Gott, und eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigte, das etwa drei von vier Amerikanern in irgendeiner Form an Telepathie, Präkognition, Geister oder die Wiedergeburt glauben. Woher rührt dieses übernatürliche Gedankengut? Werden wir von unseren Eltern, von Kirchen und Medien indoktriniert, oder entstehen diese Glaubensinhalte auf andere Weise? In Natürlich übernatürlich gewährt uns der mehrfach ausgezeichnete Kognitionspsychologe Bruce M. Hood tiefe Einblicke in die Wissenschaft des Glauben an das Übernatürliche.

Aberglaube und magisches Denken sind allgegenwärtig. Viele von uns drücken jemandem die Daumen, klopfen auf Holz, meiden schwarze Katzen oder gehen nicht unter Leitern hindurch. Der Tennisspieler John McEnroe weigerte sich, zwischen den Ballwechseln auf die weißen Linien des Platzes zu treten. Der Baseballspieler Wade Boggs bestand darauf, vor jedem Spiel der Boston Red Sox ein Hähnchen zum Abendessen zu verzehren. Präsident Barack Obama spielte am Morgen seines Siegs bei der Vorwahl in Iowa Basketball und setzte diese Gewohnheit dann an jedem weiteren Wahltag fort. Das übernatürliche Denken umfasst auch erhabenere Vorstellungen, etwa die sentimentalen Gefühle, die wir mit Fotos unserer Lieben verbinden, Trauringe und Teddybären. Auch der spirituellen Glaube und die Hoffnung auf ein Jenseits gehören dazu. Aber wir leben doch in einem modernen, wissenschaftlichen Zeitalter – warum also halten wir an solchen Verhaltensweisen und Glaubenssystemen fest?

Wie sich zeigt, ist der Glaube an Dinge jenseits des Rationalen und Natürlichen allen Menschen gemein und taucht schon früh in der Kindheit auf. Tatsächlich ist, so Hood, dieser „Übersinn“ etwas, mit dem wir geboren werden - ein Sinn, den wir im Laufe des Lebens weiter entwickeln und der essenziell ist für die Art, wie wir die Welt verstehen. Ohne ihn könnten wir gar nicht leben! Unser Geist ist von vornherein darauf ausgerichtet, zu glauben, dass unsichtbare Muster, Kräfte und Wesenheiten die Welt durchdringen. Insofern ist es eher unwahrscheinlich, dass Versuche, den übernatürlichen Glauben oder abergläubische Verhaltensweisen zu verbannen, Erfolg haben werden. Diese gemeinsamen Glaubensvorstellungen und "heiligen" Werte sind wesentliche Grundlagen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, denn sie helfen uns, eine tiefere Verbindung zwischen uns zu sehen.

Rita Carter: Das Gehirn (2010)

Projekttyp: Buch
Beteiligung: Stephan Matthiesen
Rolle: Lektor (Stephan Matthiesen)
Erscheinungsdatum: 01.10.2010

Rita Carter: Das Gehirn. Anatomie, Sinneswahrnehmung, Gedächtnis, Bewusstsein, Störungen

Lektor: Stephan Matthiesen

Dorling Kindersley, 2010, ISBN 978-3-8310-1730-0

Kurzbeschreibung (Verlagstext)

Wie hängen Gerüche mit Empfindungen zusammen und welche Rolle spielt dabei das Gehirn? Der derzeit aktuellste Bildatlas zum Thema – gleichzeitig ein erstklassiges Nachschlagewerk – liefert die Antworten. Komplexe Zusammenhänge werden darin anschaulich erklärt und es wird auf alle Aspekte der Hirnforschung, von Anatomie und Funktionen über Bewusstsein bis hin zu möglichen Erkrankungen eingegangen.

Über 1.000 Farbfotos, Computergrafiken und Illustrationen ermöglichen einzigartig detaillierte Darstellungen und einen außergewöhnlichen Einblick in die faszinierende Thematik. Aktuellste Forschungsergebnisse werden von anerkannten Fachautoren verständlich und anschaulich präsentiert, so dass nicht nur fachkundige Leser einen Überblick erhalten. Das ausführliche Glossar rundet den Innenteil ab und erleichtert zudem die Handhabung. Ideal für Studenten, Mediziner und alle, die mehr über das menschliche Gehirn erfahren möchten.

Rita Carter hat als wissenschaftliche Fachautorin mit dem Schwerpunkt Medizin und Bewusstseinsforschung einige teils preisgekrönte Bücher veröffentlicht. Für ihre herausragenden journalistischen Arbeiten wurde sie bereits zwei Mal mit einem Preis der Medical Journalists’ Association ausgezeichnet. Carter lehrt zudem in Seminaren zum Thema Hirnforschung und leitet internationale Workshops.

Inhalt

  • Gehirn und Körper
  • Anatomie des Gehirns
  • Sinnesorgane
  • Kontrolle und Bewegung
  • Emotionen und Gefühle
  • Das soziale Gehirn
  • Sprache und Kommunikation
  • Gedächtnis
  • Denken
  • Bewusstsein
  • Das individuelle Gehirn
  • Entwicklung und Altern
  • Störungen und Erkrankungen

Wissenschaft & Technik (2010)

Projekttyp: Buch
Beteiligung: Andrea Kamphuis, Stephan Matthiesen
Erscheinungsdatum: 28.09.2010

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Wissenschaft & Technik. Die illustrierte Weltgeschichte

Mitübersetzer: Andrea Kamphuis (126 von 512 Seiten), Stephan Matthiesen (142 von 512 Seiten)

Dorling Kindersley, 2010, ISBN 978-3-8310-1703-4

Neuauflage (2018): Wissenschaft & Technik (2018)

Kommentar von Andrea Kamphuis

2010 war für mich das Jahr der Wissenschaftsgeschichte: Neben dem umfangreichen Werk von Patricia Fara, 4000 Jahre Wissenschaft, habe ich Teile der großen Wissenschaftsgeschichte von Dorling Kindersley übersetzt. Ich war für Renaissance und Aufklärung und für die erste Hälfte der industriellen Revolution zuständig.

Wer sich bereits intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird in diesem Buch nicht viel Neues erfahren, aber die aufwändige Gestaltung mit den vielen Fotografien, Gemäldereproduktionen und Grafiken macht es zu einer schönen Einführung, beispielsweise für Jugendliche.

Wie bei fast allen Dorling-Kindersley-Büchern bestand die größte Herausforderung beim Übersetzen in der impliziten Kürzung: Der Satzspiegel war strikt vorgegeben. Außerdem waren viele Recherchen nötig. Das Übersetzen und Lektorieren von Sachbüchern hat ja immer etwas von Detektivarbeit, und man muss aufpassen, dass man sich beim Recherchieren nicht allzu oft in spannenden Fachpublikationen festliest.

Kommentar von Stephan Matthiesen

Als ich an diesem Werk arbeitete, ging ich meiner Umgebung wohl noch mehr als gewöhnlich auf die Nerven – mit einem Bombardement von "Wusstest du schon, dass ..."-Fragen, immer wenn ich eine weitere faszinierende Information in dem Buch oder bei meinen Hintergrundrecherchen entdeckt hatte. Denn spannende Themen gab es in den Abschnitten "Anfänge der Wissenschaft" und der zweiten Hälfte des Abschnittes "Industrielle Revolution", für die ich zuständig war, zur Genüge.

Gut gefiel mir an dem Buch, dass die Abschnitte zwar nach Epochen angeordnet sind, es aber dann nicht zu einer chronologischen Aufzählung von Jahreszahlen und Erfindungen kommt, wie man es bei einer Enzyklopädie der Wissenschaftsgeschichte vielleicht erwarten könnte. Vielmehr werden auf jeweils einer oder zwei Doppelseiten die wesentlichen Entwicklungen eines Wissensbereiches systematisch erläutert, ergänzt durch übersichtliche Verweise auf verwandte Themen und auf relevante Fortschritte in früheren bzw. späteren Epochen.

Ergänzt wird dies durch Biographien bedeutender Forscher. Bei ihnen musste ich zuweilen schmunzeln, denn nicht immer waren sie die fehlerlosen und zielstrebigen Genies, die  einem in der Schule präsentiert wurden, sondern Menschen, die ebenso mit ihrem Alltag kämpften und sich manchmal genauso bescheuert in die Nesseln setzten wie wir alle. So etwa der große arabische Gelehrte Alhazen, der "Vater der Optik", der als unerfahrener junger Mann vollmundig dem Kalifen von Ägypten versprach, das Problem der Nilfluten zu lösen – bis ihm beim Anblick des Flusses klar wurde, dass das weit jenseits seiner Möglichkeiten lag. Dem Zorn des Kalifen konnte er sich jedoch nur noch entziehen, indem er sich einige Jahre lang als verrückt und geisteskrank ausgab und erst nach dem Tod des Kalifen wunderbarerweise plötzlich geheilt wurde. Wer von uns hat nicht schon einmal etwas angefangen, das uns etwas über den Kopf wuchs und aus dem wir uns nur noch mit Mühen herausziehen konnten?

Kurzbeschreibung (Verlagstext)

Seit der Frühzeit setzt sich der Mensch mit seiner Umwelt und sich selbst als Teil der Natur auseinander. Der Drang zu verstehen, wie die Welt funktioniert, hat zu bahnbrechenden Entdeckungen und Erfindungen geführt und unser Leben kontinuierlich verändert. Dieser Band zeichnet ein umfassendes Bild der Wissenschaft und ihrer Geschichte. Chronologisch danach gegliedert, wann ein wissenschaftliches Prinzip erstmals formuliert oder ein technischer Prozess ermöglicht wurde, beginnt es bei der Entwicklung des Rades und führt bis zur Stringtheorie und den heutigen Weltraumteleskopen. Es skizziert klar und verständlich die Fortschritte in Physik, Chemie, Biologie, Geowissenschaften, Astronomie, Medizin und Technik, porträtiert die wichtigen Wissenschaftler und ihre Ideen und skizziert legendäre Entdeckungen und Durchbrüche. Dabei wird immer auch erläutert, wie die gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis eingesetzt wurden und unser Leben verbessert haben.

Inhalt

  • Die Anfänge der Wissenschaft (Frühzeit bis 1500)
  • Renaissance & Aufklärung (1500-1700)
  • Die industrielle Revolution (1700-1890)
  • Das Atomzeitalter (1890-1970)
  • Das Informationszeitalter (1970 bis heute)
  • Anhang