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Produkte und Projekte

Richard Wrangham: Feuer fangen

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Richard Wrangham: Feuer fangen. Wie uns das Kochen zum Menschen machte – eine neue Theorie der menschlichen Evolution

Übersetzung: Udo Rennert, Lektorat: Andrea Kamphuis

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Indien. Menschen - Landschaft - Kultur - Geschichte

Autoren: Abraham Eraly, Yasmin Khan, George Mitchell, Mitali Saran

Übersetzung (in InDesign): Andrea Kamphuis

Dorling Kindersley, 2009, 376 Seiten, ISBN 978-3831014729

Kommentar von Andrea Kamphuis

Prachtvoll in safranfarbene Seide eingebunden, strahlte mich der gerade erschienene Band auf der Frankfurter Buchmesse an.

Besonderes Vergnügen haben mir während der Übersetzung zwei Kapitel bereitet: das über die Architektur, in dem auf jeweils vier bis acht Seiten exemplarisch 14 indische Baustile vorgestellt werden (von der Bauernhütte bis zum Palast), und das über die Menschen, in dem wir 14 Individuen dieses agilen Milliardenvolks (vom Lokführer bis zur Teppichweberin) durch ihren Tag begleiten.

Eine reizvolle Herausforderung waren die teils klassischen, teils modernen Liedtexte und Gedichte, die im ersten Kapitel den stimmungsvollen Fotografien der unterschiedlichsten indischen Landschaften beigesellt sind. Mein Lieblingsgedicht:

Nimm an, wir beide, du und ich,
Teeblätter wären wir lediglich.
In heißem Wasser inniglich
schwebend,
treibend,
vergänglich bleibend:
Unlösbares gäbe es dann nicht.

– Adil Jussawalla, Tee in den Universitäten

Knapp 60 Euro sind keine Kleinigkeit, aber das Buch ist jeden Cent wert!

Kurzbeschreibung (Verlagstext)

Dieses wertvolle Geschenkbuch im edlen Seideneinband zeichnet ein eindrucksvolles Bild von einer der ältesten Kulturen der Welt. Anhand von farbenprächtigen Fotos und ebenso fundierten wie spannenden Texten beschreibt "Indien" Landschaften, Städte, Architektur, Geschichte, Kultur und Religion dieses facettenreichen und faszinierenden Landes. 14 persönliche Porträts unterschiedlichster Menschen aus dem Millionenreich - vom Hindu-Priester bis zur Teppichweberin - ermöglichen einmalige Einblicke in den Alltag und das Leben der Menschen in Indien. Dank eines Extra-Kapitels mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Karten und Reisetipps eignet sich das Buch ideal zur Reiseplanung.

Inhalt

  • Geografie: Indiens Regionen
  • Geschichte: Entwicklung Indiens
  • Menschen: Ein Tag im Leben
  • Kultur: Der Geist Indiens
  • Architektur: Indiens Baustile
  • Reisen: Indien erkunden


Wildpilze sammeln und genießen

Anna Del Conte, Thomas Læssøe: Wildpilze sammeln & genießen

Übersetzung (in InDesign): Andrea Kamphuis

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Motluk: Fühl das Licht!

Alison Motluk: Fühl das Licht!

In: Gehirn und Geist, 9/2006, S. 40-43

Übersetzung: Andrea Kamphuis

Kurzbeschreibung (Abstract)

Der türkische Künstler Esref Armagan schafft eindrucksvolle gegenständliche Gemälde – obwohl er seit frühester Kindheit blind ist.

Kommentar von Andrea Kamphuis

Der auf Blindheit spezialisierte kanadische Psychologe John Kennedy und der US-amerikanische Neurologe Alvaro Pascual-Leone haben den in seiner frühen Kindheit erblindeten Maler Esref Armagan untersucht, der mit Hilfe des Tastsinnes und der übrigen Sinne gegenständliche, zum Teil sogar perspektivische Gemälde anfertigt.

Wie sich im Hirnforschungslabor der Harvard Medical School in Boston zeigte, ist Armagans visueller Cortex beim Zeichnen (nicht aber beim bloßen Abtasten der zu zeichnenden Gegenstände) genauso aktiv wie bei einem Sehenden. Pascual-Leone schließt daraus, dass Sehen und "Be-greifen" – das Vorstellen eines inneren Bildes – eng verwandt seien und der visuelle Cortex auch nichtvisuelle mentale Bilder verarbeite, was bei Sehenden nur wegen der Übermacht der visuellen Eindrücke bislang nicht aufgefallen sei.

Buchanan: Mikroben mit Teamgeist

Mark Buchanan: Mikroben mit Teamgeist

In: Gehirn und Geist, 9/2005, S. 40-43

Übersetzung: Andrea Kamphuis

Kurzbeschreibung (Abstract)

Bislang waren Bakterien, Amöben und Hefen nicht gerade für ihre soziale Ader berühmt. Jetzt entdecken Forscher, dass Zusammenarbeit und Kommunikation auch im Reich der Einzeller groß geschrieben werden.

Kommentar von Andrea Kamphuis

Inhaltlich schließt dieser Artikel eng an jenen von Costerton und Stewart an, der 2001 in Spektrum der Wissenschaft erschienen ist. Auch Buchanan stellt die erstaunlichen Überlebensstrategien von Mikroben vor, die sich – vor allem, wenn es ungemütlich wird – durch den Austausch von Botenstoffen miteinander verständigen, ihr Verhalten synchronisieren oder in ihren Kolonien eine Arbeitsteilung einführen. Die chemische Kommunikation, mit der sie herausfinden, wie viele Artgenossen und damit potenzielle Verbündete sich überhaupt in der Nähe befinden, wird als "Quorum Sensing" bezeichnet.

Im Labor von Jim Shapiro und seinen Kollegen in Chicago bilden Proteus-Bakterien Fortsätze aus und schließen sich zu Flößen zusammen, die kollektiv über den Boden der Kulturgefäße gleiten, auf dem die einzelnen Zellen nicht vom Fleck kommen. Staffan Kjellebergs Team von der Universität im australischen New South Wales konnte beobachten, wie andere Bakterien sich zu "Wagenburgen" in Form fester Biofilme zusammenschließen, um nicht von räuberischen Protozoen gefressen zu werden. Auch Eshel Ben-Jacob von der Universität in Tel Aviv, dessen Artikel über Mikroben-Muster ich 1998 für Spektrum übersetzt habe, kommt zu Wort: Seines Erachtens haben Mikroben eine regelrechte Sprache entwickelt, in der sie mehrere chemische Signale zu komplexen Nachrichten kombinieren: eine soziale Intelligenz, die man früher nur höheren Tieren zubilligte. Dieser Sprach- und Intelligenzbegriff erscheint mir allerdings sehr, sehr weit gefasst.