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Gedicht des Monats
Andrea Kamphuis 23.07.10
Keine Sorge: Dies wird keine neue Rubrik, die dem Muster des Monats konkurrenz macht. Aber nachdem ich kürzlich eine ausgesprochen umfangreiche Wissenschaftsgeschichte übersetzt habe, in der zahlreiche Gedicht- und Liedfragmente zitiert wurden, möchte ich eine meiner Jahrmarktklamotten-Nachdichtungen zum Besten geben, die einfach rockt – oder?
Mir ist so blümerant
Und auch etwas genant
Denn ich hör immer wieder
Dass selbst durch feste Mieder
Herrn Röntgens Strahlen kämen:
DIE SOLLTEN SICH WAS SCHÄMEN!
(Hier die Vorlage, zitiert nach Iwan Rhys Morus, When Physics Became King (Chicago, 2005), S. 186:
I’m full of daze
Shock and amaze
For now-a-adays
I hear they’ll gaze
Thru’ cloak and gown – and even stays
These naughty, naughty Roentgen Rays.)
Cologne Commons: Urheberrecht 2.0 oder 1.3?
Andrea Kamphuis 13.06.10
"Der dritte Korb: Reform oder Reförmchen?" – So lautete die Abschlussfrage, die Moderator Joachim Losehand dem gut und vielseitig besetzten Panel am Ende der diesjährigen Cologne Commons stellte. Um es vorwegzunehmen: Die Antworten fielen erwartungsgemäß ganz unterschiedlich aus.

Lars Sobiraj, Timo Ehmann, Christian Heinke, Harald Müller, Stephan Benn, Evrim Sen, Joachim Losehand
Sternstunden: große Kunst unterm Trabanten
Andrea Kamphuis 16.04.10
Noch bis zum 30. Dezember 2010 ist im Gasometer Oberhausen die Ausstellung "Sternstunden – Wunder des Sonnensystems" zu sehen. Der zur Ausstellungs- und Veranstaltungshalle umgewandelte Gasometer, über 100 Meter hoch, ist schon als Industriedenkmal und Raumerlebnis eine Reise wert, und der eigens für die Ausstellung geschaffene künstliche Mond, der mitten in diesem gigantischen Zylinder aufgehängt ist und so über den Köpfen der Besucher schwebt, verleiht dem Ganzen trotz seiner realistischen, detailgetreuen Oberflächengestaltung noch eine surreale Note. Hier ein Blick von oben auf den Ballon, dessen Durchmesser 25 Meter beträgt, und die obere der beiden Ausstellungsebenen:

Die Recherchepraxis freier Lektoren*, Übersetzerinnen, Autoren und Journalistinnen ...
Andrea Kamphuis 28.03.10
... und daraus abgeleitete Anforderungen an den 3. Korb der Urheberrechtsreform
* Das andere Geschlecht ist jeweils mitgemeint.
Im Laufe des Jahres 2010 wird das Bundesministerium der Justiz (BMJ) einen Entwurf für den sogenannten „Dritten Korb“ der Urheberrechtsnovelle vorlegen. Zur Vorbereitung hat das BMJ bereits Anfang 2009 einen Fragebogen zur „Prüfung weiteren gesetzgeberischen Bedarfs im Bereich des Urheberrechts“ an eine Reihe von Interessenverbänden verschickt, in dem es unter anderem um das Recht auf Privatkopien und um die Verbesserung des Zugangs zu wissenschaftlichen Informationen sowie verwaisten Werken ging.
Wie die Lektüre der Stellungnahmen der Verbände (Links: s. u.) zeigt, sind die Interessen einer gar nicht so kleinen, für die Wissensgesellschaft unabkömmlichen Gruppe von Nutzern bislang noch nicht ausreichend gewürdigt worden, nämlich der freiberuflichen Publizisten. Das liegt zum Teil daran, dass die Berufsverbände dieser Wissensprüfer, -filterer, -verdichter und -vermittler das Thema verschlafen oder falsch angepackt haben, und zum Teil an unserer Position zwischen allen Stühlen: Wir sind keine reinen Privatnutzer, aber auch keine Gewerbetreibenden, die mit der Nutzung digitaler Medien erkleckliche Gewinne erwirtschaften.
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Open Access: Selbstarchiverung erhöht die Zahl der Zitationen
Andrea Kamphuis 10.02.10
Nicht nur freiwillige, sondern auch verpflichtende Selbstarchiverung erhöht die Zahl der Zitationen
Zur Zeit wird in Deutschland viel über Open Access (OA) diskutiert, denn in diesem Jahr steht der Referentenentwurf des sogenannten dritten Korbs der Urheberrechtsreform an, in dem es vor allem um die Verbesserung des Zugangs zu wissenschaftlichen Informationen gehen soll. Aber auch aus aller Welt erreichen uns fast täglich interessante Nachrichten; so haben sich gerade alle niederländischen Universitäten darauf festgelegt, alle an ihnen erstellten wissenschaftlichen Publikationen per Open Access zugänglich zu machen.
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