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Sarrazin: Das fehlende Kapitel

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Andrea Kamphuis 08.03.11

Fast alles, was man über „Deutschland schafft sich ab“ sagen kann, ist bereits gesagt worden. Auf den folgenden Seiten soll es weder um Thilo Sarrazins große Wissenslücken auf dem Gebiet der Genetik noch um die Erblichkeit der Varianz menschlicher Intelligenz gehen, auch nicht um die beträchtlichen inneren Widersprüche im Buch oder um Sarrazins Ausflüge in eine unzeitgemäße Herrenreiterdiktion.

Aufhänger für diesen Artikel ist vielmehr eine Passage auf S. 352f. der mir vorliegenden 6. Auflage: „Die Frage, ob demografische Effekte zu dysgenischen Wirkungen führen können, wurde im letzte Drittel des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts intensiv erforscht und diskutiert. (…) In der zweiten Hälfte des 20. Jahrunderts gab es immer mehr Angriffe auf die Fragestellung. Diese Attacken waren letztlich Ausdruck von Wertungen, die gewisse Fragen als unzulässig verwarfen. Aber sie waren nicht empirisch begründet.“ Mit keinem Wort geht Sarrazin auf die Ereignisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein, darunter zwei Weltkriege und ein Regime, das es schaffte, das Leid von eintausend Jahren in zwölf zu packen. Einen erheblichen Anteil an diesem Leid hatte eine klassische Pseudowissenschaft, die Eugenik. Was zu der von Sarrazin monierten Umwertung führte, war also durchaus Empirie, nämlich aus Erfahrung gewonnene Erkenntnis. Das Kapitel, das Sarrazin an dieser Stelle in sein Buch hätte einschieben müssen und das er ostentativ – mit einer politisch verheerenden Lust an der Provokation um jeden Preis – ungeschrieben ließ, soll hier nachgereicht werden.

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Science-Texts wünscht ein frohes neues Jahr!

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Andrea Kamphuis, Stephan Matthiesen 31.12.10

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Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start ins Jahr 2011, ob nun mit oder ohne Kathedralen.

   

Museum für Naturkunde: Im Osten was Neues

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Andrea Kamphuis 23.11.10

Mitte November hatte ich Gelegenheit, mir den im September eröffneten Ostflügel des Museums für Naturkunde in Berlin anzusehen. Auf den ersten Blick schien eine Enttäuschung vorprogrammiert, denn das Publikum hat nur zu einem einzigen Saal des im Krieg zerstörten und seit 2006 wieder aufgebauten Flügels Zugang, in dem es zudem ungemütlich kühl und etwas düster ist und man ohne weitere Erläuterungen mit den Exponaten allein gelassen wird. Doch das Gegenteil war der Fall: Ich bin dem spröden Charme dieser Antididaktik restlos erlegen.

Nasssammlung, Museum für Naturkunde, Berlin

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Ethische Fragen der Psychiatrie in Film und Wissenschaft

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Stephan Matthiesen 22.11.10

Gibt uns die moderne Genetik Auskunft darüber, wie psychiatrische Störungen entstehen? Ergeben sich dadurch neue Behandlungsmöglichkeiten? Wie gehen Mediziner mit dem Prinzip aufgeklärter Einverständniserklärungen um, wenn Patienten an ernsthaften psychiatrischen Problemen leiden? Dies sind einige der Fragen zum Thema "Psychiatrie", die am kommenden Wochenende (26.-28. Nov. 2010) im Filmhouse in Edinburgh beim diesjährigen Biomedical Ethics Film Festival aufgegriffen werden. Organisiert wird das Festival vom Scottish Council on Human Bioethics, dem ESRC Genomics Forum an der Universität Edinburgh sowie der Ortsgruppe der British Science Association, deren Vorsitzender Stephan Matthiesen auch dieses Jahr für einen Teil des Festival-Programms verantwortlich ist.

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Andrea Kamphuis im Börsenblatt-Porträt

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Andrea Kamphuis 31.08.10

Im Börsenblatt, dem Wochenmagazin für den deutschen Buchhandel, erschien am 22. April 2010 eine Serie von vier Übersetzerporträts aus der Feder des Redakteurs Holger Heimann. Da die vier Übersetzerinnen und Übersetzer unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte und Arbeitsweisen haben, entstand so ein lebendiges Bild von diesem bunten Beruf.

Das Segment der Sachbuchübersetzungen wurde von Andrea Kamphuis vertreten. Mit freundlicher Genehmigung des Börsenblatts geben wir dieses Porträt hier als PDF wieder. (Das Foto hat der Kölner Fotograf Markus Lokai gemacht.)

   

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